IT und der Rücken

Apr 18, 2023

everyday-life

Ein Leidensweg. Wie kann gesundheitsorientiertes Training ausschauen?

Heutzutage ist es immer gefährlich, wenn Leute im Internet Dinge von sich geben, von denen sie an sich nur Grundkenntnisse haben. Das Internet ist oft anonym und man kann dort leicht behaupten, dass die Erde eine Scheibe ist. An dieser Stelle möchte ich trotzdem meinen Ist-Stand von meinem Wissen dokumentieren.

Und zwar geht es um das Leidensthema der IT-ler: Der Rücken. Ich habe, als ich 2009 nach Wien gekommen bin, noch Laufsport betrieben – auch 2-mal die Woche beim LCC Wien in einer Traingsgruppe. Dann habe ich zu arbeiten begonnen, um mir das Leben neben dem Studium leisten zu können. Nach kurzer Zeit haben mich Stiche in der Brust geplagt – ich dachte zuerst, dass es Herzprobleme gibt und bin daher zum Internisten. Nach einer Sonographie Entwarnung – das Herz ist fit – aber der Rücken ist viel zu schwach – irgendein Nerv beklagt sich dann – man hat das Gefühl, dass es in herznähe ist.

Ich habe einige Fitnessstudios durchprobiert: McFit, Lemperg, GetUFit Traiskirchen, Intelligent Strength (nur einmalig Tageskarte) und auch fast 3 Jahre Bodyweight-Training mit Slingtrainer (gratis Trainingsraum im Studentenheim). Und alle haben das gleiche „Problem“: Nach der Anmeldung steht man alleine da. Das wichtigste vorweg: nach dem Besuch im Fitnessstudio waren die Probleme rasch weg: Sobald ich den unteren Rücken und den Trapezmuskel trainiert hab, verschwanden die Schmerzen – sobald ich aufgehört habe, kamen sie nach ein paar Wochen wieder.

Kieser Training

Ich habe mich damals oft gewundert, dass einige Leute (die im Regelfall doppelt so breit waren wie ich) mit Notizbüchlein herumgerannt sind. Ich habe stattdessen ein Gewicht genommen, dass mir gerade in den Sinn gekommen ist. Auch die Einstellungen am Gerät habe ich mir selbst zusammengereimt.

Durch die Merkurversicherung habe ich 3 Mal halbjährlich Kieser-Training besucht. Dort darf man ohne eine Einführung durch den Trainer gar nicht zu trainieren beginnen. Hier ein Foto einer Trainingskarte von Fitforfun.

Folgende Punkte sind dabei interessant:

  • Geräteeinstellungen werden durch den Trainer bestimmt
  • Es gibt ein einfaches System, welches das Gewicht bestimmt (siehe 5% oben)

Ebenfalls interessant ist, dass bei Kieser nur in Slow-Reps und Ultra-Slow-Reps trainiert wird – und das im 1-Satz Training. Mit Pausensätzen oder Drop-Sets kann man noch verfeinern. Man arbeitet auch viel mit Vorermüdung – quasi Supersets.

Was sich klar von den anderen Fitnesscentern unterscheidet: die Trainer gehen ständig durch und schauen sich die Ausführungen an. Fakt ist: ab und zu wird die Ausführung schlampig – da ist man für jeden Input dankbar.

Ebenfalls finde ich die Philosophie von Kieser für mich passend: Gesundheitstraining und ein einfacher Studioaufbau (Bleckduschen und Bleckspinds) – dafür hochwertigste Geräte.

Kieser Training

Video

Auf jeden Fall zu empfehlen sind alle Videos von diesem Kanal: Stephan Deininger

Fazit: Ich gehe inzwischen extrem gerne hin und es ist Bestandteil meines Alltages geworden. Mein Ziel ist: Gesundheitstraining. Für Masseaufbau bin ich viel zu inkonsequent und Trainingsmethoden wie Cross-Fit sind auch nicht meins, da ich es lieber ruhiger angehe (e.g. wandern statt laufen). Ideal wäre noch die Kombination mit Boxen.